Leihbedingungen für die Wanderausstellung

Die Ausstellung „Protestanten ohne Protest“ steht als Wanderausstellung zur Verfügung. Sie kann durch Unterlagen vor Ort ergänzt werden.

Anfragen richten Sie bitte an das Öffentlichkeitsreferat der Landeskirche:

oeffentlichkeitsreferat@evkirchepfalz.de
Tel.: 06232 667 145.

Die Ausstellung umfasst 15 Roll-Ups der Maße 100 x 200 cm. Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit (Pressetext, Pressefotos, Plakatvorlage, Faltblätter) werden zur Verfügung gestellt.

Eine Leihgebühr fällt nicht an. Der Transport der Roll-Ups ist von der Leihnehmerin/dem Leihnehmer zu organisieren. Der Abschluss einer Versicherung liegt in der Verantwortung der Leihnehmerin/des Leihnehmers. Über die Leihe wird ein Vertrag geschlossen. Die Dauer der Leihe beträgt in der Regel vier Wochen.

Wo wird die Ausstellung gezeigt?

15. Januar bis 29. Februar 2020Aussstellung in der Ludwigskirche in Saarbrücken

Am Ludwigsplatz 18, 66117 Saarbrücken
dienstags bis sonntags 11-17 Uhr, montags geschlossen

Ansprechpartner:
Kirchenrat Frank-Matthias Hofmann
Evangelisches Büro Saarland
Am Ludwigsplatz 11
66117 Saarbrücken

Tel. 06 81/5 13 26
Handy 01 76/80 87 18 28
Mail: beauftr.saarland@ekir.de

Ausstellung zu Protestanten und NS-Zeit in Saarbrücker Ludwigskirche

Saarbrücken (epd). Um Protestantismus und Nationalsozialismus geht es ab 16. Januar in der Saarbrücker Ludwigskirche. Die Wanderausstellung "Protestanten ohne Protest. Die pfälzische Landeskirche und ihre Gemeinden im Nationalsozialismus" wird vor Ort um einen rheinisch-saarländischen Teil und die frühere Hakenkreuz-Glocke aus Hanweiler ergänzt, wie das Evangelische Büro Saarland dem Evangelischen Pressedienst (epd) mitteilte. Die Wanderausstellung ist im Anschluss an die Publikation "Protestanten ohne Protest" von 2016 entstanden. Die Schau wird mit Blick auf den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar) am 26. Januar eröffnet und ist bis zum 28. Februar zu sehen.

"Protestantismus und Nationalsozialismus gingen in der Pfalz weitgehend Hand in Hand", hieß es. NS-Funktionäre hätten sich als gute Protestanten gesehen, Kirchenvertreter seien zum Teil begeisterte Nationalsozialisten gewesen. Die Amtskirche habe keinen erkennbaren Widerstand gezeigt. Die zusätzlichen Banner zum rheinischen Teil des Saarlandes behandeln die wechselseitigen Diffamierungen und Rechtfertigungen rund um die im Saargebiet verbotene Kirchenwahl von 1933, die erste Synode der Bekenntnisgemeinschaft in der Saarbrücker Schlosskirche 1934 sowie den Burgfrieden vor und die Begeisterung nach der Saarabstimmung 1935.

Zudem thematisiert die Ausstellung den Umgang mit der "NS-Glocke" im rheinland-pfälzischen Herxheim. Die umstrittene Glocke hatte bundesweit Schlagzeilen gemacht und der Ortsbürgermeister war im Laufe der Debatte wegen relativierender Aussagen über die NS-Zeit zurückgetreten. In Herxheim wurde die Glocke stillgelegt und eine Mahntafel vor der Kirche errichtet.

Im saarländischen Hanweiler schenkte die evangelische Kirchengemeinde Obere Saar ihre Hakenkreuz-Glocke dem Historischen Museum Saar. Diese Glocke werde ab dem 25. Januar erstmals in der Ludwigskirche öffentlich gezeigt. "Damit wird einer vielfach vorgebrachten Forderung Rechnung getragen, derartige Glocken nur in Kontexten öffentlich zugänglich zu machen, die die entsprechende Glockengeschichte und ihre problematischen ideologischen Voraussetzungen thematisieren", hieß es.

Auch in einem Gesprächsabend am 12. Februar geht es um den Umgang mit nationalsozialistisch belasteten Glocken. Der Kirchenhistoriker und Vorsitzende des Historischen Vereins für die Saargegend, Joachim Conrad, hält einen Vortrag zum Thema "Erbe und Auftrag? - Die Glocken der NS-Zeit im Saargebiet". Auch der Direktor des Historischen Museums Saar, Simon Matzerath, wird ein Statement abgeben.

Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Die Eröffnung findet am 26.1. um 17 Uhr statt, der Gesprächsabend am 12.2. um 19 Uhr.